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Arbeitsmedizinische Vorsorgeuntersuchungen
Alle Beschäftigten, die in ihrer Arbeitsumgebung besonderen
Belastungen (z.B. Lärm, Hitze, gefährliche Stoffe) ausgesetzt sind, sind verpflichtet an arbeitsmedizinischen Vorsorgeuntersuchungen teilzunehmen. Neben Erstuntersuchungen zur Prüfung der Aufnahme einer Tätigkeit werden Nachuntersuchungen zur Feststellung des gesundheitlichen Zustandes durchgeführt.

B

Betriebliche Prävention
Betriebliche Belastungen (z.B. Lärm, Gase, Staub, Hitze, Zugluft, schweres Heben und Tragen oder Zwangshaltungen) und organisatorische Regelungen (z.B. Schichtarbeit und Akkord) sollen durch die betriebliche Prävention in einen zumutbaren Rahmen gehalten werden, um spätere Erkrankungen zu vermeiden.

Berufskrankheiten
Berufskrankheiten sind Erkrankungen, die aus der Ausübung einer Tätigkeit heraus entstehen. Dabei kann die Ursache für die Erkrankung in der Arbeitsweise, im Arbeitsverfahren oder an der Verwendung der Arbeitsstoffe liegen. Anerkannte Berufskrankheiten sind in der Anlage zur Berufskrankheiten-Verordnung aufgeführt. Berufskrankheiten unterliegen der Meldepflicht und müssen vom Arzt, Unternehmer oder den Betroffenen gemeldet werden.

Betriebsanweisungen
Betriebsanweisungen stellen arbeitsplatzbezogene und tätigkeitsbezogene Regeln in verständlicher Form für den Mitarbeiter auf. Sie werden vom Unternehmen erstellt und unterliegen nach §87 Abs. 1 Betriebsverfassungsgesetz dem Mitbestimmungsrecht des Betriebsrates. Neben Betriebsanweisungen für Gefahrstoffe (z.B. Erste Hilfe) müssen auch die sicherheitstechnischen Betriebsanweisungen (z.B. Schutzmaßnahmen) an den Arbeitsplätzen verfügbar sein.

C

CE-Zeichen
Das CE-Zeichen steht für die Erklärung des Herstellers, dass sein Produkt die Sicherheitsanforderungen der europäischen Richtlinien erfüllt. Gefährliche Maschinen oder persönliche Schutzausrüstungen der Kategorie II (z.B. Atemschutzgeräte, Kopfschutz, Fahrradhelme) dürfen das Prüfzeichen jedoch erst nach der Prüfung eines Muster einer anerkannten Stelle tragen.

E

Erste-Hilfe-Material
Das erste Hilfe-Material muss in Form von Verbandkästen griffbereit, in ausreichender Menge und in einem einwandfreien Zustand vorliegen. Es ist darauf zu achten, dass der Verbandskasten immer vollständig und vor Nässe, Schmutz und extremen Temperaturen geschützt ist. In jedem betriebseigenen Fahrzeug muss ein Verbandskasten vorhanden sein.

Ersthelfer-/innen
Ersthelfer haben die Aufgabe am Unfallort Sofortmaßnahmen zu ergreifen, bevor der Arzt eintrifft. Die Anzahl der ausgebildeten Ersthelfer im Unternehmen richtet sich nach der Anzahl der Beschäftigten. Bis zu einer Anzahl von 20 Beschäftigten ist ein Ersthelfer erforderlich. Darüber hinaus müssen in Verwaltung und Handel 5 Prozent der Beschäftigten und in den übrigen Betrieben 10 Prozent der Beschäftigten eine Ersthelfer-Ausbildung absolviert haben. Die Ausbildung beinhaltet acht Doppelstunden und im Abstand von zwei Jahren Fortbildungen. Die Kurse werden sowohl vom Arbeiter-Samariter-Bund, dem Deutschen Roten Kreuz, der Johanniter Unfallhilfe und dem Malteser-Hilfsdienst durchgeführt.

F

Fachkräfte für Arbeitssicherheit
Fachräfte für Arbeitssicherheit benötigen eine besondere sicherheitstechnische Ausbildung, um für die Sicherheit und Gesundheit der Beschäftigten bei der Arbeit zu sorgen. Sie beraten bei der Beschaffung von Arbeitsmitteln und Arbeitsstoffen, bei der Auswahl und Erprobung von persönlichen Schutzausrüstungen, bei der Gestaltung von Arbeitsplätzen und der Beurteilung von Arbeitsbedingungen. Ihre betrieblichen Einsatzstunden richten sich nach der Zahl der Beschäftigten und dem Gefährdungsgrad. Dies ist in der Unfallverhütungsvorschrift "Fachkräfte für Arbeitssicherheit" (BGV A 6; VBG 122) festgelegt.

H

Hautschutz
Der Hautschutz umfasst Schutz-, Reinigungs- und Pflegemaßnahmen. Neben der Anwendung von Hautschutzpräparaten vor Arbeitsbeginn wird die Pflege nach der Arbeit mit feuchtitgkeits- oder fetthaltigen Salben empfohlen. Vor jeder Hautschutzmaßnahme muss die Haut gründlich und schonend gereinigt werden. Im Umgang mit Säuren, Laugen, Ölen oder Lösemitteln sind Schutzhandschuhe zu tragen. Alle Beschäftigten, die mit hautschädigenden Mitteln arbeiten, müssen an den arbeitsmedizinischen Vorsorgeuntersuchungen teilnehmen.

L

Lärm
Die Schwerhörigkeit verursacht durch Lärm ist eine der häufigsten Berufskrankheiten. Ab einem Lärmpegel von 85 dB(A) ist ein Gehörschutz durch Stöpsel oder Kapseln vom Unternehmer zu stellen. Ab einem Pegel von 90 dB(A) müssen alle Beschäftigten im Lärmbereich den Gehörschutz tragen. Der Lärmpegel sollte durch technische und organisatorische Maßnahmen so niedrig wie möglich gehalten werden.

V

Verbandbuch
Alle bei der Arbeit zugezogenen Verletzungen müssen schriftlich mit Angabe von Zeit, Ort, Hergang des Unfalls, Art und Umfang der Verletzung bzw. Erkrankung, Erste-Hilfe-Maßnahmen und Namen des Verletzten, der Unfallzeugen und der Personen, die Erste Hilfe geleistet haben, dokumentiert werden. Die Dokumentation dient als Beleg, dass es sich um einen Arbeitsunfall bzw. eine arbeitsbedingte Gesundheitsschädigung handelt. Das Verbandbuch muss fünf Jahre aufbewahrt werden, um auch bei Spätfolgen einen Anspruch auf Versicherungsleistungen geltend machen zu können.

 


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